Kai Benesch, 29 Jahre alt, frühere Tätigkeit in der Luftfahrzeugtechnik bei der Bundeswehr, 2-jährige Umschulung

Simon Junker, 19 Jahre alt, Duales Studium, 8 Semester

Warum habt Ihr Euch für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik entschlossen, sei es als Umschüler oder als Student?
Kai: „ Bereits in meinem vorherigen Beruf nahmen glasfaserverstärkte Kunststoffteile für Transporthubschrauber einen großen Raum ein. Mir war schnell klar, dass ich in diesem Berufsfeld weiter Fuß fassen möchte. Kunststoff ist ein unverzichtbarer Werkstoff in der Industrie, man spricht auch von dem Werkstoff der Zukunft. Der Beruf des Verfahrensmechanikers ist so vielseitig wie kaum ein anderer. Auf der einen Seite arbeite ich in automatisierten Fertigungsprozessen, übernehme kleine Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten und auf der anderen Seite gehe ich den vielen Kunststoffen und Kautschuksorten auf den Grund.“

Simon: „Auch mich hat die Vielfältigkeit dieses Berufsbildes überzeugt. Maschinen müssen eingerichtet und die Abläufe überwacht werden. Das richtige Werkzeug zum Formen muss eingesetzt und das notwendige Material entsprechend vorbereitet werden. Mischen, Schmelzen, Pressen, Schleifen – eine Vielzahl an notwendigen Fertigkeiten. Die Qualität der erstellten Produkte steht permanent im Vordergrund.“

Wie seid Ihr auf das Unternehmen der Fa. Schmidt GmbH Kunststoffverarbeitung gekommen? Simon: „ Ich bin durch eine Anzeige in der Münsterländischen Volkszeitung auf das Unternehmen gekommen. Schließlich hat mich die Internetpräsenz des Unternehmens von den dortigen guten Ausbildungsmöglichkeiten überzeugt. Es wurde mir klar, dass die Ausbildung ihres Fachpersonals einen großen Stellenwert in dem Unternehmen einnimmt.“

Kai: „Die Suche nach einem Ausbildungsplatz wird sehr durch das Internet erleichtert. Auf der firmeneigenen Homepage der Schmidt GmbH hatten mich die Aussagen der einzelnen Auszubildenden in dem Unternehmen über die gute Qualität und das nette Arbeitsklima überzeugt. U.a. zählten einige von ihnen zu den Prüfungsbesten in den jeweiligen Prüfungsjahrgängen.“

Wie gestaltet sich Eure Ausbildung genau?
Simon: „Insgesamt studiere ich 8 Semester. Im ersten Semester besuche ich ausschließlich die Fachhochschule in Osnabrück. In den Semestern 2 – 6 wechselt sich der Besuch der Fachhochschule, der Besuch der Berufsschule und die Arbeit im Unternehmen ab. Im 7. – 8. Semestern geht es dann wieder ausnahmslos zur FH nach Osnabrück. Abschluss: Bachelor of Science!

Kai: „Aufgrund einer bereits abgeschlossenen Ausbildung bin ich in der Lage, die Ausbildungsdauer von 3 auf 2 Jahre zu verkürzen. Die Berufsschule in Nordhorn besuche ich 1mal die Woche. Der Rest der Zeit entfällt auf die praktische Ausbildung im Unternehmen.“

Wie war Dein erster Eindruck in diesen ersten Wochen?
Simon: „ Ich hatte gleich zu Beginn sehr abwechslungsreiche Tage. Mir wurde direkt gezeigt, wie Maschinen angefahren, überwacht und umgebaut werden. Auch der Einsatz verschiedener Werkzeuge wurde im Detail erläutert. Aber auch kleine Tätigkeiten wie z.B. das Schreddern von Material bestimmen meinen Tagesablauf.“

Kai: „Mir hat besonders gut gefallen, dass man selbst als Auszubildender in den Produktionsablauf sofort eingebunden und somit direkt gefordert wurde.“

Welche Maschinen musstest Du bereits rüsten, programmieren und warten?
Simon: „Die Fa. Schmidt GmbH verfügt über 9 Spritzgussmaschinen mit einer Zuhaltekraft von bis zu 400 t und über 12 Pressen mit einer Zuhaltekraft von bis zu 200 t. Rüsten durfte ich mittlerweile bereits fast alle, programmieren nur die kleinen und warten noch keine. Dies wird in der Regel auch von der Instandhaltung übernommen.“

Welche Produkte wurden mit Deiner Hilfe bereits hergestellt?
Simon: „Sirenenhauben (Signalleuchten) für Motorräder der Polizei, „Kunststoffbäume“ zum Verstecken von Kabeln (Designer Kabelkanal), und Teile für Belüftungsanlagen.“

Kai: „ Stützisolatoren für Niederspannungsanlagen, Kabelhalter, Isolierteile für den Automobil Aftermarket (Oldtimer).“

Warum war die Wahl des Berufes schließlich für Euch die richtige?
Simon: „Es wird nie langweilig. Es ist ein sehr abwechslungsreicher, interessanter und auch spannender Beruf“

Kai: „Ich kann mich dem nur anschließen. Langeweile und Monotonie kommen so gut wie nie vor.“

Was gefällt Dir besonders an dem Berufsbild?
Simon: „Die Vielseitigkeit der Einsatzbereiche des Zukunftswerkstoffes „Kunststoff“ (Thermoplast, Duroplast …..) Die Einsetzbarkeit ist nahezu unbegrenzt. In jeder Branche werden Kunststoff-Formteile benötigt.“

Welchen Fähigkeiten sind aus Eurer Sicht für diesen Beruf absolut notwendig?

Simon: „Die Fächer Physik, Chemie und Technik sind unverzichtbar für diesen Beruf. In Physik lernst Du die Erstellung von Schaltplänen, die für die Arbeit mit elektrisch gesteuerten Maschinen und für die Planung von Bauteilen und Baugruppen, die auch mit Regel- und Steuerungselementen versehen werden, notwendig sind. In Chemie erfährst Du alles über die Eigenschaften der Werkstoffe und im Fach Technik werden unterschiedliche Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren, wie z.B. Fräsen, Schleifen, Pressen, Spritzgießen usw. gelehrt. Aber auch allgemeine Fähigkeiten wie Selbständigkeit, Ausdauer und Kritikfähigkeit gehören dazu.“

Kai: „Logisches Denken, handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Sorgfalt, gutes Matheverständnis“

Würdet Ihr mit dem oft notwendigen Schichtdienst klarkommen?
Simon: „Ja, aber ich müsste mich erst daran gewöhnen. Kann ja auch Vorteile haben.“

Kai: „Ja. Warum nicht?“

 

Emsbüren, 17.03.2016

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