Manager Brendan Hindle punktet bei Schmidt Plastics in Emsbüren
Thomas Pertz
EMSBÜREN Ein halbes Jahr ist die Übernahme von „Schmidt Plastics“ in Emsbüren durch die britische Aspen Pumps Group her. Dass es in dem kunststoffverarbeitenden Unternehmen nach beendetem Insolvenzverfahren wieder gut läuft, hat auch etwas mit Brendan Hindle zu tun.
„I’m Brendan“, stellt sich Brendan Hindle im Besprechungsraum von „Schmidt Plastics“ an der Industriestraße in Emsbüren locker vor. Er ist Chief Operating Officer der britischen Aspen Pumps Group. Sie ist die neue Besitzerin des Emsbürener Unternehmens, das 2025 in wirtschaftliche Schieflage geraten war und ein Insolvenzverfahren durchlaufen musste.
Zubehör für Klimaanlagen und Kühlsysteme:
Die Aspen Pumps Group gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern von Zubehör für Klimaanlagen und Kühlsysteme. Hindle ist weltweit für die Unternehmensgruppe unterwegs: Niederlassungen in Malaysia, China und den USA sind Stationen. Und nun auch die Industriestraße in Emsbüren. „I like Germany“ (auf Deutsch „Ich mag Deutschland“), betont Hindle im Gespräch mit unserer Redaktion. Er sagt dies nicht nur aus Höflichkeit. Als Soldat war er in Deutschland stationiert. Mehrere Jahre wohnte Hindle außerdem in Köln, wo er bei Ford berufliche Erfahrungen sammelte.
Fachliche Expertise und Lockerheit:
Sein Führungsstil ist eine Mischung aus fachlicher Expertise und Lockerheit. Ein solcher Umgang mit den Beschäftigten kommt an bei der Belegschaft von Schmidt, wie in der Produktionshalle zu hören ist. „Für uns war die Übernahme durch die Aspen Pumps Group ein Glücksgriff“, beschreibt Sigrid Wulkotte vom Controlling die aktuelle Situation.
Belegschaft hat schwere Zeiten hinter sich:
Die Beschäftigten haben schwere Zeiten hinter sich. Während der Phase der Insolvenz gelang es nach Angaben von Wulkotte mit großem Einsatz der Belegschaft, viele Kunden zu halten. Aber eben nicht alle. Das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, ist deshalb eine zentrale Aufgabe in den kommenden Wochen, wie Hindle deutlich macht.
Wie war sein Eindruck beim ersten Besuch des Unternehmens? „Mein erster Eindruck war sehr positiv“, unterstreicht er. Nach der schwierigen Zeit zuvor sei eine gewisse Nervosität im Team verständlich gewesen. „Besonders hervorzuheben ist aber die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zum gemeinsamen Voranschreiten.“
Kunden stehen im Mittelpunkt des Handelns:
Hindle verweist auf einen „soliden Plan, der aufzeigt, wie das Unternehmen nachhaltig wachsen kann“. Ein wichtiger Bestandteil davon sei, die Kunden in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Es gehe darum, „aufmerksam zuzuhören, konstant gute Leistungen zu erbringen und langfristiges Vertrauen wiederherzustellen. Es gebe noch einiges zu tun, aber die Grundlagen seien gelegt. „Der Fokus liegt darauf, Vertrauen, Zuverlässigkeit und Stabilität für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen zu schaffen“, unterstreicht der Chief Operating Officer.
Zahl der Beschäftigten ist angestiegen:
Und wie schaut es bei der Mitarbeiterentwicklung aus? Deren Zahl ist nach Angaben des Unternehmens von 22 auf 29 gestiegen. „Der Fachkräftemangel ist ein europaweites Problem“, erläutert Hindle. Schmidt Plastics versucht deshalb insbesondere, auf digitalen Kanälen wie Instagram um Nachwuchs zu werben. Der Kostendruck im Vergleich zu Asien sei hoch, erklärt Hindle. Eine Antwort darauf sei eine hohe Qualität und Produktivität am Standort Emsbüren.





